Funktionaloptometrie

Funktionaloptometrie

Was ist Funktionaloptometrie?
Die Funktionaloptometrie ist ein Spezialgebiet der Augenoptik. Sie umfasst alle Gebiete, welche die optometrische Wissenschaft enthält.

Diese sind:

  • Allgemeine Optometrie
  • Präventive Entwicklungsoptometrie
  • Funktionelle- und Verhaltensoptometrie

In den USA und Kanada wird die Funktionaloptometrie schon seit 100 Jahren an den Universitäten gelehrt. Da in Europa die Funktionaloptometrie ebenfalls in mehreren Ländern unterrichtet wird, üben immer mehr Optometristen diese Tätigkeit aus. Ein Optometrist ist kein Arzt !

Wer geht zum Funktionaloptometristen?
Menschen mit:

  • Sehproblemen, welche nicht mit Brille oder Kontaktlinsen behoben werden können
  • die Doppelbilder sehen
  • die eine herabgesetzte Sehleistung haben
  • beginnende Kurzsichtigkeit
  • manifeste Kurzsichtigkeit, um diese zu stabilisieren oder eventuell zu reduzieren
  • Berufen, welche die Augen sehr belasten(Bildschirmarbeit u.ä.)
  • schlechter Konzentration bei Naharbeiten
  • Augenbrennen(Rötung), häufiges Augenreiben
  • Problemen bei Entfernungseinschätzung und Stereowahrnehmung
  • hoher Lichtempfindlichkeit
  • kurzzeitiges Schielen
  • schiefer Kopfhaltung beim Lesen
  • eingeschränktem funktionalen peripherem und/ oder zentralem Sehen
  • eingeschränktem Farbgesichtsfeld
  • schlechten sportlichen Leistungen
  • Kopfschmerzen(meist am Abend)
  • meiden einer Brille


Kinder mit:

  • Berührungs- und Motorikproblemen(stoßen an Gegenständen an, stoßen diese um, fallen oder straucheln viel)
  • Entwicklungsrückständen
  • Verhaltensproblemen
  • Leseunlust, häufiges Lesen mit Fingern, langsames Lesen
  • Schreibproblemen, Verwechseln der Buchstaben, Rechtschreibfehlern
  • auch bei bekannten Wörtern, verdrehen des Textes
  • Schnelles Nachlassen der Lese- und Schreibqualität mit zunehmender Dauer der  Aufgabe
  • Schlechter Schreibmotorik, sind eventuell dabei verkrampft
  • Konzentrationsverlust
  • Über- oder Unteraktivität

 

 

Der optometrische Test

Der optometrische Test dauert ca. 60 Minuten.
Dabei wird festgestellt, ob eventuelle visuelle Probleme vorliegen.
Bei der sogenannte 21 Punkte-Messung nach OEP können Augenfunktionen in der Ferne und Nähe getestet werden.
Dadurch erhalten unsere Funktionaloptometristen ein klares Bild der Fähigkeiten und Möglichkeiten des visuellen Systems.
Wenn es notwendig ist, wird eine Korrektur mittels Brille oder ein Funktionaltraining empfohlen.
Eine Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur kann das visuelle System verändern und auch präventiv wirken. Das Visualtraining kann den Sehprozess positiv verändern.

 


Das Visualtraining

Nach Auswertung des optometrischen Tests wird für jeden ein individuelles Trainingsprogramm aufgestellt.
Trainiert wird täglich 10 - 15 Minuten zu Hause.
Es umfasst insgesamt 4 Übungen. Nach 14 Tagen wird der Trainingsfortschritt überprüft und die Übungen angepasst.

 


Vor Beginn eines Visualtrainings sollte grundsätzlich durch einen Augenarzt abgeklärt werden, ob Augenerkrankungen vorliegen.
Unter Umständen kann auch die Mitarbeit von anderen Bereichen(z.B. Kinderarzt, Physiotherapeut, Ergotherapeut, Logopäde, Psychologe usw.)empfohlen werden.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema unter www.wvao.org / www.vision-therapy-pa.com /
www.visionhelp.org / www.collegeofsyntonicoptometry.com / www.stefancollier.info / www.covd.org / www.boaf-eu.org /
www.syntonicoptometry.mobi